Es ist nicht,

genug zu wissen, man muss es auch anwenden, es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun. (Johann Wolfgang Goethe)

Genau dieser Satz ist für mich sehr schwer. Durch meine Krankheit weis ich was mir fehlt, ich weis auch was ich will jedoch beim TUN. Da gibt es ja ein Problem. Gestern bin ich wie jeden Tag spazieren gegange, gestern war wieder so ein Gang wo ich nicht wusste wie ich meine gewohnte Strecke bewältigen könnte. Meine Beine haben mir so weh getan. Ich bin Schritte gegangen wie eine 80 jährige Frau, kleine Schritte. Schritt für Schritt. Nach 100 m lief mir bereits der Schweiß über das Gesicht, ich bemerkte das auch mein Körper stark zu Schwitzen anfing. Früher bin ich, wie ein Wiesel durch die gegend gelaufen und nun? Ich ging neben mir mein Hund Schritt für Schritt. Balu mein großer Bernhardiner merkte sofort das es mir nicht so gut geht. Da geht er langsam neben mir das ich mich an ihm festhalten kann. So gingen wir zwei Schritt für Schritt.

Als ich nicht mehr konnte, wollte ich meinen Mann anrufen, hatte jedoch kein Handy dabei. Also, es blieb mir nun nichts anderes, übrig als mich wieder nach Hause zu schleppen. Es war wie ein Maraton, wie das erklimmen des Großglockners, ein fast unlösbares Problem. Ich setzte Schritt für Schritt, fing an zu beten, der Schweiß schoß mir aus allen Poren. Die Atmung fing an Probleme zu bereiten. Ich konzentrierte mich auf den Weg und ich kam nach 1 Stunde komplett fertig daheim an. Meine Gedanken gingen in diese Richtung, warum kann man diese Krankheit nicht messen, warum sieht man diese heimtückische Erkrankung nicht, die mir mein Leben zur Hölle macht. Warum? Ich kann dies nicht verstehen, das Gehen, das Sitzen das Liegen Schmerzt. Das Leben ist ein SCHMERZ. Warum? Das Leben ist lebenswert sagt man, oder? Wie lange ? Man stirbt an dieser Krankheit nicht, TOLL. Aber ? Gerade das Naßkalte Wetter ist für die Fibros nicht das Beste. Genau da wird die Krankheit massiv verstärkt. Man spürt Muskeln am Körper die man glaubt gar nicht zu besitzen. Bei uns ist das Wetter oft sehr nass – kalt. Ich müsste auswandern. Dort wo viel Sonne und mildes Klima ist. Aber es ist ja alles nicht so einfach. Wichtig ist jedoch immer noch das Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Oft gar nicht so einfach. Aber auch in dieser Situation muss man es tun, es wird wieder ein bisschen bessere Tage geben.

So wie der Baum sich auf den Felsen hält, muß man sich am Leben halten. Das Leben ist drotzdem Lebenswert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.